Natürliche Einleitungshelferchen

Der Entbindungstermin rückt immer näher und es tut sich noch nichts? Die Aufregung vor der bevorstehenden Geburt nimmt täglich zu und man hört in sich hinein und wartet auf ein ziehen und zwicken. Wenn nichts passiert, man den Entbindungstermin ohne Geburtswehen überschreitet und die Familie täglich vertrösten muss, dass das Kind noch nicht da ist, dann bewahre einen kühlen Kopf! Die wenigsten Kinder werden an ihrem errechneten Geburtstermin geboren. Ab 42+0 spricht man erst von Übertragung. Solange hast du und dein Kind, vorausgesetzt euch geht es gut, noch Zeit. Du kannst aber ab der 40+0 Schwangerschaftswoche auf natürliche Weise versuchen deine Geburtswehen heranzulocken, um einer medizinischen Einleitung aus dem Wege zu gehen. All diese Maßnahmen funktionieren aber nur, wenn dein Körper auch geburtsbereit ist.

Brustwarzenstimulation

Bei der Stimulation deiner Brustwarzen wird das Wehenhormon Oxytocin ausgeschüttet und löst an einer geburtsbereiten Gebärmutter Wehen aus. Dazu musst du eine Minute kräftig deine Brustwarze rubbeln und dann 2-3 Minuten Pause einlegen. Danach stimulierst du wieder für eine Minute und machst erneut Pause. Dies kannst du öfter hintereinander tun, solange es angenehm bleibt. Dies ist auch eine gute Vorbereitung auf die kommende Stillzeit, da deine Brustwarzen etwas abgehärtet werden.

Geschlechtsverkehr

Die männliche Samenflüssigkeit enthält natürliche Prostaglandine, die an einer geburtsbereiten Gebärmutter Wehen auslösen können. Also liebt euch nochmal, so wie damals euer Kind entstanden ist.

Einlauf

Durch einen Einlauf wird der Darm angeregt und dadurch die Gebärmutter stimuliert. Wichtig ist hier, trinken trinken trinken! Durch einen Einlauf verlierst du Wasser und Elektrolyte, die man postwendend wieder zu sich nehmen sollte!

Aromatherapie

Bei Aromen verwendet man bei der Geburtseinleitung Zimt, Nelke, Ingwer und Eisenkraut. Wir Hebammen empfehlen das sogenannte ‚Ut-Öl‘ von Stadelmann das oft auch in Kliniken und Geburtshäusern zur natürlichen Einleitung angewandt wird. Träufle deinen Bauch mit etwas warmen Wasser ein und dann massierst du mit ein bisschen Öl sanft die Gebärmutter. Am besten legst du eine besondere Achtung auf den oberen Teil deines Bauches über dem Nabel – dort werden nämlich die Wehen ausgelöst!

Nelkenöltampon

Das Nelkenöl gibt es ausschließlich in Apotheken und muss mit Nelkenknospenöl hergestellt werden. Von billigen Nelkenölen wird dringend abgeraten! Das richtige Nelkenöl bekommst du in der Apotheke. Gebe ca. 5 Tropfen des Öles auf einen normalen Tampon. Diesen trägst du dann 1 Stunde lang. Damit wird der Muttermund weich und es können Wehen ausgelöst werden. Nach sechs Stunden kannst du die Anwendung wiederholen. Verwende maximal 3 Nelkentampons in 24 Stunden.

Hebammentee

Der Hebammentee besteht aus 1 Stange Zimt, 10 Nelken, 1 kleinen Ingwerwurzel und 1 Esslöffel Verena of- ficinalis. Lass die Teegewürze 10 Minuten leicht köcheln, brühe die Verbena extra in einer Tasse auf und fülle sie anschließend zusammen mit dem Gewürzaufguss zu 1 Liter auf.

Trinke den Tee schluckweise und lauwarm über den Tag verteilt.


Solltest du Brennen, Jucken, Hautreizungen oder ähnliche allergische Reaktionen oder Unbehagen fühlen, breche die Behandlung ab und sprich ggf. mit deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme.

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